Folgrechtsabgabe nach § 26 Urheberrechtsgesetz.


Die Folgerechtsabgabe nach §26 Abs. 1 UrhG fällt an, wenn Kunstwerke bildender Künstlerinnen und Künstler, auch Fotografen, sowie deren Erben, bis 70 Jahre nach dessen Tod, weiterverkauft werden und an dessen Verkauf Kunstvermittler, -händler oder Versteigerer beteiligt sind und der Erlös 400 € übersteigt, ohne Aufgeld. Als Folgerechtsabgabe fallen 4% des verkaufserlöses bis 50.000 €, 3% bei einem Erlös von 50.001 € bis 200.000 €, 1% von 200.001 € bis 350.000 €, 0,5% von 350.001 € bis 500.000 € an. Über 500.000 € werden 0,25% zur Abgabe fällig. Die Kappungsgrenze schließt jedoch eine Zahlung von über 12.500 Euro Folgerechtsabgabe je Veräußerung aus, dies entspricht einem Erlös von 2.000.000 €. Nach §26 Abs. 5 UrhG muss dem Urheber auf dessen Verlangen der Name und Anschrift des Verkäufers und die Höhe des Veräußerungserlöses genannt werden. Die meisten Auktionshäuser regeln dies bereits im Einlieferungsvertrag bzw. in den Einlieferungsbedingungen eindeutig, dass der Verkäufer die Folgerechtsabgabe zu bezahlen hat. Die entsprechende  Folgerechtsabgabe kann unter Umständen auch erst nach zwei Jahren zur Zahlung fällig werden.

    

 

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