Die Rechtsnatur des Vorgebotes.


Ein zur Auktion schriftlich abgegebenes Vorgebot ist im juristischen Sinn nicht als Kaufangebot anzusehen, vielmehr ist dies nur der Auftrag an den Auktionator, hier als Vertreter des Bieters, in dessen Auftrag tätig zu werden. Dem Auktionator bleibt es jedoch vorbehalten, den Auftrag anzunehmen, was er in der Regel auch tun wird oder aber diesen, auch ohne Angabe von Gründen abzulehnen. Nimmt der Versteigerer den Auftrag an, hat er stets die Interessen des Auftraggebers zu vertreten. Dies bedeutet, dass er in dessen Vertretung bis zum angegebenen Höchstgebot mitbietet, so als wäre der Bieter selbst im Saal anwesend. Der Zuschlag muss auch unter dem angegeben Höchstgebot erfolgen, wenn kein anderer Bieter mitsteigert.

     

 

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